Texte korrekturlesen, ohne den Inhalt zu verändern
Korrekturlesen bedeutet, Grammatik, Rechtschreibung, Zeichensetzung und Lesbarkeit zu verbessern. Der Inhalt soll gleich bleiben. Eine gute Korrektur macht den Text sauberer, ohne Fakten, Fristen, Zusagen oder Ton unbemerkt zu verändern.
Nutze Korrekturlesen für E-Mails, kurze Artikel, Produkttexte, Support-Antworten und andere Texte, die inhaltlich schon stimmen. Wenn der Stil grundsätzlich anders werden soll, ist Umschreiben besser geeignet.
Was eine Korrektur verbessern sollte
Eine Korrektur kann Tippfehler, Grammatikfehler, falsche Bezüge, doppelte Wörter und holprige Satzzeichen beheben.
Vorher
Der Bericht sind angehängt und es enthält die aktualisierten Zahlen.
Nachher
Der Bericht ist angehängt und enthält die aktualisierten Zahlen.
Die Korrektur verbessert Grammatik und Satzbau. Sie ändert nicht, welcher Bericht gemeint ist oder welche Zahlen enthalten sind.
Was nicht passieren sollte
Korrekturlesen sollte die Aussage nicht heimlich ändern. Kritisch sind vor allem kleine Wörter:
- „kann“ darf nicht zu „wird“ werden
- „bis Freitag“ ist nicht dasselbe wie „am Freitag“
- „nicht erforderlich“ darf nicht zu „erforderlich“ werden
- Bedingungen mit „falls“ oder „sofern“ dürfen nicht verschwinden
- eine höfliche Frage sollte nicht zur Anweisung werden
Solche Änderungen wirken oft glatt, können aber die Bedeutung kippen.
Ergebnis prüfen
Lies die korrigierte Fassung zuerst auf Lesbarkeit. Vergleiche sie danach mit dem Original. Prüfe Namen, Zahlen, Termine, Negationen und Bedingungen.
Nutze Korrekturlesen, wenn der Text inhaltlich bleiben soll, wie er ist. Nutze Umschreiben, wenn du eine andere Formulierung möchtest.